Fröndenberg: Turm I gewinnt erstes Match zu acht gegen fünf mit 3:5

Fröndenberg: Turm I gewinnt erstes Match zu acht gegen fünf mit 3:5
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Am Samstag, den 16.09.2017 wurde die erste Runde der Saison 2017/18 in der Bezirks- und Kreisliga ausgetragen.

Erstmalig wurde auch in den unteren Ligen der Zeitmodus den schon länger üblichen Turnier-Modi angeglichen. Es wird nicht mehr „2 Stunden/40 Züge + 1 Stunde Rest“ gespielt, sondern „100 Minuten/40 Züge + 50 Minuten Rest und 30 Sekunden Aufschlag/Zug“ (Für unsere unerfahrenen Gäste: Diese Zeitangaben gelten jeweils pro Spieler).

Da mechanische Uhren durch die deutlich genaueren und am Fließband produzierten Digitaluhren abgelöst wurden, können solche Modi mit Zeitaufschlag gespielt werden. Dies hat den Vorteil, dass eine gewonnene Stellung nicht mehr so leicht auf Zeit verloren gehen kann – sofern alle 30 Sekunden ein Zug gemacht wird. Die Partie spielt sich so zu Beginn einen Hauch schneller, da die ursprünglichen 2 Stunden nur nach 40 Zügen erreicht werden. Nach 60 Zügen sind die fehlenden 10 Minuten der Restzeit kompensiert. Nur in seltenen Fällen dauert die Partie länger als 60 Züge – die durchschnittliche Länge einer Partie beträgt etwa 38 Züge (laut Mega Database 2017; vielen Dank dafür an unsere aktiven Leser).

Durchschnittliche Partielaenge laut Mega Database 2017

Durchschnittliche Partielaenge laut Mega Database 2017

Die Häufung an diesem Zug hat wohl damit zu tun, dass die Zeitkontrolle im 40. Zug in vielen Fällen nicht erreicht wurde, oder die Stellung danach bereits aufgabereif war. Die längste spielbare Partie dauert laut Wikipedia [1] 5899 Züge und könnte nach dem neuen Modus maximal 54 Stunden andauern, sofern beide Spieler kooperieren.

Unsere dritte Mannschaft hatte in der Kreisliga an diesem Tag spielfrei.

Weil die Heimmannschaft der Schachfreunde Fröndenberg keine vollständige Mannschaft aufstellte, gab es für Gregor Kotainy, Horst Gebhardt und Peter Zocher (Bretter 1, 3 und 4) die ersten drei Punkte kampflos. Für die nächsten zwei halben Punkte sorgten Uwe Riebeling und Alexej Kinjow an den Brettern sieben und acht mit ausgeglichenen bis besseren Stellungen. Den nächsten Sieg bringenden Punkt holte Ulrich Eisenburger am sechsten Brett, der zugleich eine schöne Kombination übersah. In der folgenden Stellung ist Ulrich Eisenburger mit Schwarz am Zug:

Wolfgang Wittig vs Ulrich Eisenburger (Schwarz am Zug)

Wolfgang Wittig vs Ulrich Eisenburger (Schwarz am Zug)

Mit welcher schönen Kombination kann Schwarz hier leicht Profit schlagen?

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Für Peter Herröder gab es am fünften Brett leider keinen Punkt. Bis zum Mittelspiel konnte man seiner Partie nichts anmerken. Der Nervosität wegen konnte er aber keine vorteilhafte Strategie entwickeln. Stattdessen ließ er sich dazu verleiten den Druck zu lösen, um sich in Folge dessen mit einem Bauern im Rückstand und einem schwach geschützten König in einem verlorenen Endspiel zu quälen. Kai Alberts hat am zweiten Brett gegen Sascha Krämer bis zum Schluss gefightet – für einen Punkt reichte es leider nicht. Die Sizilianische Verteidigung ist eine starke Waffe, die jedoch als Schwarzer sehr genau gespielt werden muss. In den unteren Klassen ist sie gegen stärkere Widersacher nur bedingt zu empfehlen. Aber: Übung macht den Meister!

Insgesamt gelang ein Sieg mit 3:5.

[1] Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/50-Z%C3%BCge-Regel#Schachmathematik, Abruf: 17.09.2017, Revision: 22:14, 27. Jul. 2017‎ ThornardsBot

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