28. October 2026

Das Schachspiel

Um den Ursprung des Schachspiels ranken sich viele Legenden. Eine davon erzählt von Sissa Ibn Dahir, einem weisen Brahmanen, der dem indischen Herrscher Shihram das Spiel schenkte. Damit wollte er ihm zeigen, wie wichtig das Zusammenspiel aller Beteiligten ist.

Der König steht im Mittelpunkt des Spiels, kann aber ohne die anderen Figuren wenig ausrichten. Der Legende nach beeindruckte diese Einsicht den Herrscher so sehr, dass er Sissa einen Wunsch erfüllen wollte.

Sissa wünschte sich Weizenkörner: ein Korn für das erste Feld des Schachbretts, zwei für das zweite, vier für das dritte und danach auf jedem Feld die doppelte Menge. Der Herrscher hielt den Wunsch zunächst für bescheiden und stimmte zu.

Erst beim Nachrechnen zeigte sich die Größe des Versprechens. Für alle 64 Felder zusammen wären 264 − 1 Körner nötig: 18.446.744.073.709.551.615. Die Vorräte des Reiches reichten dafür nicht aus.

Wie sollte der Herrscher sein Versprechen nun einlösen? In einer Variante der Geschichte schlägt der Rechenmeister vor, Sissa die Körner selbst zählen zu lassen – Korn für Korn.

Bei einem angenommenen Gewicht von 0,05 Gramm pro Korn entspräche die Gesamtmenge rund 922 Milliarden Tonnen Weizen. Die Geschichte veranschaulicht, wie schnell eine fortgesetzte Verdopplung wächst.

Die Spielregeln könnt ihr auf Wikipedia oder beim Deutschen Schachbund nachlesen.