Turm Hoh. I – SV Hohenheide (3 : 3) – Nur eine Gewinnpartie

Turm Hoh. I – SV Hohenheide (3 : 3) – Nur eine Gewinnpartie
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Der verlustfreie und majestätische „Durchmarsch“ ist gebrochen. Dem SV Hohenheide gelang die nötige Punkteabnahme, wodurch die fünfte Runde der Bezirksklasse „nur“ mit einem Unentschieden zu Ende ging.

Als erster beendete Ulrich Eisenburger seine Partie an Brett fünf mit Remis, die er in knapp 20 Zügen und 45 Minuten – Bank-zitternd – zum leicht schlechteren Endspiel überführte.

Etwas später remisierte auch Gregor Kotainy am ersten Brett mit den schwarzen Steinen gegen seinen Gegner Andreas Gräbe. Da Peter Herröder am vierten Brett eine „Qualle“ (Turm für Springer) besser stand, in drei Zügen einen zusätzlichen ganzen Turm gewinnen konnte, unsere anderen „Granaten“ sehr zuversichtlich positioniert waren und sich Andreas Gräbe auch sonst im klassischen königsindischen Aufbau keinen Fehler mit weiß leistete, sollte das Remis genügen.

Nach einer kurzen „Verschnaufpause“ ist es jedoch gänzlich anders gekommen.

Hugo Walendzik, der auch Norbert Blödhorn (TSV Dahl 1) in dieser Saison geschlagen hat, überraschte Peter Herröder mit einem hinterlistigen Springerzug. Der täuschende Zug führte unseren Spieler so sehr in die Irre, dass er – mangels Konzentration – glaubte seine Turm-gewinnende Strategie sei für die „Katz“, wobei er mit nur einem einfachen Damen-Schach erwidern hätte müssen. Statt dessen patzte er gleich doppelt und verlor am Ende tragischerweise ein Bauernendspiel.

Die Glanzkombination des Abends ist in der Partie von Uwe Riebeling gegen Paul Vonderbank am sechsten Brett zu finden.

Die Partie von Horst Gebhardt gegen Heinz Jany endete nach brisanter Achterbahnfahrt in einem interessanten Endspiel mit Unentschieden, da sich beide Spieler fürchteten die Partie noch zu verlieren.

Kai Alberts spielte am zweiten Brett eine insgesamt anständige Partie mit einer Qualle mehr und einem bis auf a7 weit vorgedrungenem Bauern. Da die dennoch sehr geschlossene Stellung keinen direkten Eindrang erlaubte und er der letzte Spielende war, lastete ein großer Druck auf ihm die Partie zu gewinnen. Der Gegner spießte wenige Züge später seine Dame und Turm mit dem Läufer auf und bot Remis an, da er die Qualle jetzt zurückgewinnen würde.

Peters ernüchternde Worte zum Sonntag: „Das Wochenende ist verhagelt und ruiniert!“

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