
Zum Abschluss der Saison standen die Spiele gegen Hemer 2 und Ruhrspringer 2 an. Praktisch gesehen brauchten wir um den Aufstieg klar zu machen wohl 2 Siege. Hemer startete zwar stark in die Saison, hatte jedoch die stärksten Spieler an die erste Mannschaft „verloren“ und kämpfte dadurch mit personellen Problemen. So erhielten wir in Runde 8 der Verbandsklasse einen kampflosen Sieg, was die erste unserer beiden Aufgaben löste.
Blieb noch das Abschlussspiel gegen die Ruhrspringer 2. Die Ruhrspringer kämpften gegen den Abstieg an, waren also dementsprechend motiviert. Auf dem Papier waren wir zwar die Favoriten, aber leicht würde der Spieltag sicherlich nicht werden. Gregor und Johannes fielen zudem aus, wurden aber ein letztes mal durch Lennart und Peter Z. kompetent ersetzt.
Brett 1: Felix Gieseler – Walter Bräutigam
Brett 2: Martin Kleine – Niko Salewski
Brett 3: Marc André Ploeger – Michael Stirnberg
Brett 4: Simon Voß – Alica Hövelmann
Brett 5: Kai Alberts – Stefan Brüser
Brett 6: Thomas Langes – Max Plotnikov
Brett 7: Peter Zocher – Constanze Weber
Brett 8: Dietmar Müller – Lennart Albrandt
Vorsichtig gestartet
An Brett 5 startete Kais Partie mit einer kleinen taktischen Doppelblindheit, hätte Kai doch schon im fünften Zug einen entscheidenden Vorteil erzielen können. Beide Kontrahenten mussten sich wahrscheinlich erst ein wenig aufwärmen und haben so früh noch nicht mit großen Bewertungsschwankungen gerechnet. Doch Kai baute seine Stellung weiter schön auf und behielt alle Trümpfe in der Hand. Trotz aufrücken an Brett 3 saß Marc derweil einem auf dem Papier deutlich unterlegenen Gegner gegenüber. Dieser spielte allerdings eine solide Saison, weshalb Marc achtsam bleiben musste.
Wir nehmen die Führung an uns
Marc hatte kurz vor der Zeitkontrolle das battle am Damenflügel für sich entschieden und dort 2 Bauern einkassiert. Schwarz opferte nun einen dritten um mit der Dame eine Mattdrohung aufzubauen. Doch ein Abzugsschach beendete diese und alle weiteren Hoffnungen sofort, da die schwarze Dame verloren gehen würde. Somit brachte unser Mannschaftsführer uns 1-0 in Führung. Etwas später konnte Felix in einer ausgeglichenen Endspielstellung mehr und mehr Drohungen aufstellen und sein Gegner übersah eine Taktik wonach durch einen Doppelangriff eine Figur verloren ging. Einige Züge später gab es kein Entrinnen mehr und Felix erhöhte auf 2-0. Lennart tauschte recht früh einen strukturellen Nachteil für einen Mehrbauern ein. Im Endspiel litt sein Läufer allerdings sehr gegen den starken gegnerischen Springer und es war an der Zeit die Partie ins Remis zu retten. Leider verpasste unser Mann die letzte gute Chance dazu und musste sich geschlagen geben.
Erster Mannschaftspunkt des Tages kommt in Reichweite
Im Mittelspiel entkorkte Kai ein schwieriges Opfer und erlangte in der Folge eine Mehrfigur, jedoch war der Bonusspringer auf g7 in der gegnerischen Königsstellung gefangen und schien von dort nicht mehr fliehen zu können. Kai gelang von hier an eine sehr genaue Sequenz um mittels Matt- und anderen Drohungen seinen Springer erstaunlicherweise doch zu befreien. Gerade als die Stellung stabilisiert schien fiel das digitale Blättchen der Uhr! Sein dauerhaft am Brett stehender Gegner stand vielleicht kurz neben sich selbst, hatte er schlicht die Zeit aus den Augen verloren. Somit waren wir wieder bei einer soliden 3-1 Führung. Alica konnte diese mit einem Remis zum Abschluss ihrer überragenden Saison noch konsolidieren. Gerne hätte unsere Spielerin noch einmal gewonnen, doch auch mit dem Remis beendete sie die beste Saison aller Spieler unseres Vereins (Leistung: 2038)!
Max sichert das Mannschaftsergebnis ab
Auch Max hatte Blut geleckt und spielte in seiner Partie seit einem frühen Bauerngewinn auf Gewinn. Doch die weiße Stellung fiel nicht so leicht auseinander und sein Gegner leistete wirklich starken Widerstand. Am Ende rettete sich dieser in ein ungleichfarbiges Läuferendspiel in welchem der schwarze Mehrbauer nutzlos war. Der Remisschluss war die logische Folge. Beim Stand von 4-2 konnten wir uns jedoch noch nicht ausruhen, da zum einen der Mannschaftssieg her musste und zum anderen Niko an Brett 2 einen Bauern nach dem anderen spuckte und die Hoffnung hier schnell schwand.
Peter macht den Deckel drauf
Die Gemüter blieben jedoch auch beim unausweichlichen Zwischenstand von 4-3 ruhig, da Peter seine Gegnerin von Beginn an gegen die Wand spielte und eine wundervolle strategisch gleich mehrfach gewonnene Stellung kreirte. Seiner Gegnerin blieb nichts als abzuwarten bis Peter durchbrechen oder einen Fehler machen würde. Doch mit dem Wissen was auf dem Spiel stand, spielte unser Weißspieler besonders bedacht und langsam und beendete die Saison durch Matt auf dem Brett mit Stil!
Durch den Sieg aus eigener Kraft waren wir auch nicht mehr von Plettenbergs Versuch unser einzigartiges 8-0 ohne kampflose Punkte nachzuahmen (welcher einen halben Punkt hinter den 100% zurückblieb) beeinflusst und der erneute Aufstieg in die Verbandsliga ist geschafft.
