
Solltet ihr in einer Partie tatsächlich einmal die Gelegenheit erhalten, mit Springer und Läufer mattzusetzen, könnt ihr das als Auszeichnung verstehen – diese Konstellation tritt selten auf. Auch wenn sie in der Praxis nur gelegentlich relevant ist, lohnt es sich, darauf vorbereitet zu sein.
Zentral ist dabei: Ohne Mithilfe des Verteidigers lässt sich der gegnerische König nur in der Ecke mattsetzen, deren Feldfarbe der Farbe eures Läufers entspricht. Hat euer Läufer die andere Feldfarbe, muss das Matt entsprechend in der gegenüberliegenden Ecke mit dieser Läuferfarbe geführt werden. Das grundlegende Vorgehen entspricht bekannten Mattführungen: Ihr nehmt dem König systematisch Felder, engt seinen Bewegungsspielraum ein und sperrt ihn schließlich ein. In koordinierter Stellung können Springer und Läufer den gegnerischen König dabei auch ohne unmittelbare Unterstützung des eigenen Königs kontrollieren.
Bild 1 zeigt eine solche „Barriere“: Der schwarze König befindet sich in der weißen Ecke und kann dort folglich mattgesetzt werden. Da ihm kein Ausweg bleibt, hat der weiße König ausreichend Zeit, sich schrittweise zu nähern. Entscheidend sind hierbei die Schlüsselfelder für den eigenen König: Es sind jene Felder, die von der mattfähigen Ecke (in der Läuferfarbe) aus per Springerzug erreichbar sind.

Bild 2: Der weiße König zieht nach b6 und übernimmt die Opposition. In der Folge ist die Stellung in drei weiteren Zügen zu gewinnen: Schwarz ist das Feld a7 genommen und muss mit dem König nach a8 ausweichen. Wichtig: Nicht sofort Lb7+, da ihr anschließend mit dem Springer von keinem erreichbaren Feld aus b8 Schach bieten könnt – und ihr zudem ein Patt vermeiden müsst. Daher wird zunächst der Springer umgruppiert. Ab diesem Moment werden schwarzer König und Fluchtfelder durch König und Läufer fixiert; sowohl Se7 als auch Sf6 sind spielbar. Schwarz muss nach b8, worauf ihr – abhängig von der Springerstellung – mit Sc6+ oder Sd7+ fortsetzt. Nach Ka8 folgt das Matt durch Lb7#.
Bis diese Mattführung zuverlässig sitzt, ist Übung erforderlich. Für dieses vollständig analysierte Endspiel existiert ein etabliertes Verfahren (Algorithmus), das u. a. in der Endspiel-Enzyklopädie des 21. Jahrhunderts von Dr. Karsten Müller beschrieben und ausführlich behandelt wird.
Wollt ihr es mal versuchen?
Wenn euch dieses Tool zur Mattpraxis mit Springer und Läufer zusagt, könnten für euch auch etablierte Programme von ChessBase interessant sein, etwa Fritz 15 als leistungsfähiges Schachprogramm oder Chessbase 13 zur professionellen Partieverwaltung und strukturierten Spielvorbereitung.
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Hallo Schach Team
„und wird mit dem Läufer durch den Zug Lb7# Matt gesetzt“
Das geht hier aber mit einem schwarzfarbigen Läufer nicht
Vele Grüsse: rainer
Mit der Läuferfarbe ändert sich natürlich auch die Farbe der Ecke in der man Matt erzwingen kann.